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Riccardo Muti bekommt Prinz-von-Asturien-Preis

Der italienische Stardirigent Riccardo Muti ist mit dem Prinz-von-Asturien-Preis, einem der renommiertesten Kunstpreise in Spanien, ausgezeichnet worden. Mit dem mit 50.000 Euro dotierten Preis wurde der Musikdirektor des Chicagoer Sinfonie-Orchesters als "einer der besten Dirigenten klassischer Musik der Welt" geehrt, wie die Prinz-von-Asturien-Stiftung am 4. Mai 2011 mitteilte.

Er habe die besten Orchester der Welt "sowohl mit Leidenschaft als auch mit Virtuosität" dirigiert und mit seinen Interpretationen klassischer Musik "eine universelle Dimension" erreicht. Muti hatte in der Vergangenheit unter anderem die Londoner Philharmoniker und das Orchester der Mailänder Scala geleitet. Auch die Berliner Philharmoniker dirigierte er. Im Februar 2011 waren Sorgen um den Gesundheitszustand des 69-jährigen Stardirigenten aufgekommen, nachdem er bei einer Orchesterprobe zusammengebrochen war und sich dabei den Kiefer gebrochen hatte.

Der Pinz-von-Asturien-Preis, der nach dem spanischen Kronprinzen Felipe benannt ist, wird an Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen für Verdienste in der Musik und in anderen Kunstformen wie Malerei, Tanz und Kino vergeben. Zu den Preisträgern gehören der spanische Regisseur Pedro Almodóvar, US-Sänger Bob Dylan und der britische Architekt Sir Norman Foster. Vergangenes Jahr wurde der Avantgarde-Bildhauer Richard Serra aus den USA ausgezeichnet.

(Quelle: www.3sat.de)

Barenboim im Musikverein

Daniel Barenboim, einer der bedeutendsten Musiker unserer Zeit wird am Donnerstag, 20. Oktober 2011, Wien besuchen. Das konzert wird um 19:30 Uhr im Musikverein Wien stattfinden sowie in Graz am nächsten Tag, Freitag 21. Oktober in der Grazer Oper. Das ausgewählte Programm umfasst die Schubert vier Impromptus D 935 und die Sonate in A-Dur D 959.

Das österreichische Debüt des kosmopolitischen Pianisten war in Salzburg im Jahr 1952, in der Stadt wo er mit Igor Markevitch Dirigieren studierte. Seitdem hat er Wien häufig besucht. Diesmal wird es aber sein Debüt in der steirischen Landeshauptstadt(1).

Der in Argentinien geborener Musiker besetzt auch die spanische Staatsangehörigkeit seit 2002(2). Diese wurde ihm gegeben zusammen mit der Verleihung des Prinz-von-Asturien-Preis für Concord, für seine Arbeit mit dem West-Ost-Divan Orchestra, zusammen mit dem amerikanischen Schriftsteller von palästinensischer Herkunft, Edward W. Said. An dem Tag vor der Verleihung sagte er: "Wenn ich Falla und Albéniz spiele, fühle ich mich spanisch. Wenn Sie mir dazu ein Papier geben, wird es mir eine große Ehre."( J. A. ROJO / EL PAÍS).

(1) Opernhaus Graz
(2) Artikel aus El País.

Jordi Sabatés in Instituto Cervantes


Der aus Barcelona stammende Pianist Jordi Sabatés spielt live am Klavier die Musik, die er für die Filme von Segundo de Chomón komponiert hat und erneuert und erweitert damit das poetische Universum des Cineasten.
Segundo de Chomón (Teruel 1871-Paris 1929) ist einer der illustren Pioniere des Kinos in Europa. Seine wunderbaren und ausgeklügelten Filme, die heute glücklicherweise wieder gezeigt werden können, sind die Basis des Spektakels „“Jordi Sabatés recrea a Segundo de Chomón”.

Sabatés untermalt die erfrischenden Bilder von Chomón mit fließender, gehaltvoller und sehr wirkungsvoller Musik. Die Musik hebt die Rhythmen und Motive des Beginns des vorigen Jahrhunderts hervor, ohne aber den Bezug zur Gegenwart zu verlieren.
Wann: 13.10.2011, 19:00
Wo: Instituto Cervantes, Schwarzenbergplatz 2, A-1010 Wien
Freier Eintritt.
Organisiert vom Instituto Cervantes in Zusammenarbeit mit der Botschaft von Spanien.



Die Musik von Jordi Sabatés (Creativity Award 1993) kommt aus einem tiefen Verständnis für den Kern des Jazz, deren Ursprung seinen mehreren Aufnahmen wie zum Beispiel recuerdo a Scott Joplin (Disc National Award 1983) oder A propósito de Bola de Nieve (Music Award 2008), gewidmet ist.

Neben seinen herausragenden Jazz Tätigkeiten (sein Album Vampyria gemeinsam mit Tete Montoliu gilt für viele Kritiker als das beste Album in der Geschichte des Jazz in Spanien), hat Sabatés eine große Leidenschaft für Filme. Die Meister der Stummfilme aus dem frühen 20. Jahrhundert wie Buster Keaton und George Meliés konnten die Schönheit der Bilder erheben, dank der Magie der Musik, die von Sabatés geschrieben wurde.

In dem Konzert, das am 13. Oktober in Instituto Cervantes Wien stattfindet, werden Sie die Werke des spanischen Filmemacher Segundo de Chomón (1871-1929) erleben, die von Jordi Sabatés am Klavier begleitet wird.



Wir haben zu diesem Zwecke mit dem aus Barcelona stammenden Musiker gesprochen:

Wie sind Sie zu Chomóns Werken gekommen?
Nun, durch Suchen. Im Filmarchiv von Katalonien haben wir ungefähr 300 Filme von Chomón gefunden und gerettet, sie waren fast verloren und vergessen in dieser langen Zeit. Und das, obwohl die wunderbaren Fantasie-Welten von Chomón mit den anderen Pionieren des Kinos, wie zum Beispiel Meliés, vergleichbar sind.

Wie ist die Beziehung zwischen Musik und Bild?
Während Bühnenmusik geschaffen ist, um eine visuelle Welt zu kreieren, funktioniert meine Musik als Kontrapunkt für die Erzählung, den Ausbau und die Qualifizierung, was im Bild zu sehen ist. Das Ergebnis ist viel komplexer und reicher als die traditionelle "Mickey-Mousing"-Technik (Filmmusiktechnik, bei der Geschehnisse im Film punktgenau von Musik begleitet werden), die wir kennen in Stummfilmen. In der Tat, einige meiner Arbeiten  sind veröffentlicht worden und erhielten Musikpreise, obwohl sie ursprünglich entwickelt wurden, um ein Bild zu begleiten.

Was können Sie uns sagen über Ihre pädagogische Tätigkeit, wie zum Beispiel die Reihe von Vorträgen über den Ursprung von Jazz?
Nun, es sind 5 Vorträge, jeweils handelt sich um unterschiedliche Aspekte und Wendepunkte in der Geschichte des Jazz, von New Orleans bis zur Gegenwart, von Boogie bis zu Latin Rhythmen aus dem frühen 20. Jahrhundert in Amerika. Aber es handelt sich auch um die Annäherung, wie die formalen Strukturen dieser primitiven Formen von Blues, Jazz, usw. sich entwickelt haben bis zum heutigen Tag.

Lieder des 20. Jh. aus Guatemala - Karin Rademann



Karin Rademann ist eine herausragende guatemaltekische Sopranistin, die am 6. Oktober ein Konzert im Instituto Cervantes Wien geben wird. 

Während sie auch durch ihr Mitwirken bei wichtigen Opernproduktionen bekannt ist, liegt ihr Hauptaugenmerk auf barocker sowie zeitgenössischer Musik. So wird auch an diesem Abend eine Auswahl von guatemaltekischen Liedern des 20. Jahrhunderts zu hören sein, welche die Sängerin in den letzten 15 Jahren gesammelt hat. Den Beginn des Konzerts machen drei impressionistische Stücke der Maestra Georgette Contoux de Castillo sowie ein Werk über ein bekanntes Gedicht José Bates Montúfars, welches von Manuel Martínez Sobral vertont wurde. Außerdem sind ein Ave Maria sowie weitere Kompositionen dieser Epoche zu hören, welche zu den feinen Volksballaden der Mitte des 20. Jahrhunderts gezählt werden können, darunter auch ein Kinderlied. 

Die Stücke des Maestros Joaquín Orellana haben ihren Ursprung im bewaffneten Konflikt und wurden auf Wunsch der Sängerin von Orellana für Klavier und Sopran adaptiert – eine Version, die man sich nicht entgehen lassen sollte! Karin Rademann wird von der in Tokio geborenen und in Österreich lebenden Pianistin Asako Hosoki am Klavier begleitet.

Programm

Werk: Madrigal – Verso de Francis Carco
Komponist: Georgette Contoux de Castillo (1903-1958)


Werk: Mon àme a ton coeur s’est donnée - Verso de Victor Hugo
Komponist: Georgette Contoux de Castillo (1903-1958)


Werk: Les sanglots longs – Verso de Verlaine
Komponist: Georgette Contoux de Castillo (1903-1958)


Werk: Ave María
Komponist: Manuel Martinez-Sobral (1879-1946)



Werk:
 
Yo pienso en ti – sobre el poema de José Batres Montufar
Komponist: Manuel Martinez-Sobral (1879-1946)


Werk: Fiesta de pájaros – pieza para piano
Komponist: Jesús Castillo (1877 – 1946)


Teilnehmer
Karin Rademann
Asako Hosoki

Veanstalter

Kooperationspartner

Embajada de Guatemala (Austria)